Grüezi

Verstehen gibt es nicht...

Paul Watzlawick, der berühmte österreichische Soziologe und Kommunikationswissenschaftler, brachte es kurz und knapp auf den Punkt: «Verstehen gibt es nicht. Es gibt nur glückliche und unglückliche Missverständnisse.» Was so viel heisst wie: Kommunikation ist nicht immer einfach, Missverständnisse sind eigentlich normal, sich verstehen eher die Ausnahme!

An einem Seminar von Harri Morgenthaler bin ich in diesem Zusammenhang kürzlich auf die so genannte «TGW-Regel» gestossen. Sie stammt aus der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg und hat sich in der Arbeitswelt sehr bewährt:

T = Tatsache - Was ist geschehen? Wahrnehmung ohne Interpretation: «Du hast den Termin schon wieder nicht eingehalten.»
G = Gefühle - Was macht das mit mir? «Mir stinkt das.»
W = Wunsch - Wie sollte es sein? «Ich möchte, dass Du Dich an unsere Abmachung hältst.»

Eine einfache Faustregel, die Ihnen vielleicht in der ein oder anderen Situation hilft, das oft sich verwirrende Knäuel aus Reaktion, Emotion, realer Tatbestand und Vorstellungen etwas zu entwirren und wieder Klarheit zu erwirken.

Probieren Sie es doch mal aus! Die nächste Möglichkeit kommt bestimmt. Ich bin auf Ihre Erfahrungen gespannt...

Herzliche Grüsse
Eugen Staub